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Samstag, 30. April 2011
Angst vor verstrahlten Lebensmitteln
Für Lebensmittelprodukte aus dem Meer vor der Küste des Atomkraftwerks gebe es noch keine Erkenntnisse, sagt Regierungssprecher Yukio Edano: "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch nicht einschätzen, ob Meeresprodukte betroffen sind. Die Belastung des Meerwassers ist aber schon über das Normalmaß gestiegen. Deshalb müssen wir das Meerwasser so schnell
Dienstag, 19. April 2011
Elfenbeinküste - Bittere Schokolade
Elfenbeinküste - Bittere Schokolade: - 9.2.2011 ORF Weltjournal
Die Preise für Lebensmittel sind weltweit weiter angestiegen, im Jänner zum siebten Mal in Folge.
Die ständig steigenden Kosten für Grundnahrungsmittel gelten als mitverantwortlich für die
Massenproteste in Tunesien und Ägypten. Ernährungsunsicherheit führt zu Unruhen und Instabilität,
warnt die UNO. Der Kampf um Grundnahrungsmittel und Rohstoffe nimmt immer dramatischere
Ausmaße an und hat verheerende Auswirkungen auf die Produktionsbedingungen.
Das "Weltjournal" zeigt am Beispiel von Schokolade, dass Auswüchse wie Menschenhandel,
Kinderarbeit und Sklaverei nach wie vor Teil der internationalen Kakao-Produktion sind. Allein
an der Elfenbeinküste, die fast die Hälfte des weltweiten Kakaos herstellt, arbeiten laut Unicef
weit mehr als 200.000 Kinder zwischen neun und zwölf Jahren. Zehntausende von ihnen stammen
aus den Nachbarländern und werden von Schleppern in einem großangelegten Menschenhandel an
die Plantagen der Elfenbeinküste verkauft, zu einem Preis von umgerechnet etwa 250 Euro. Die
europäischen Schokolade-Produzenten geben sich zufrieden mit einem Abkommen über ein Verbot
von Kinderarbeit und Kinderhandel, das sie unterzeichnet haben -- ob es auch eingehalten wird,
interessiert offenbar nicht weiter. Der dänische Filmemacher Miki Mistrati hat in Mali und an der Elfenbeinküste in Westafrika zum Teil mit versteckter Kamera gedreht und hat sie gefunden: die Kindersklaven, die es auf den Kakaoplantagen offiziell gar nicht gibt.
Schmutzige Schokolade
Die meisten Menschen lieben Schokolade, und die Hälfte aller Schokolade weltweit essen
Europäer. 1,5 Millionen Tonnen im Jahr - das sind 15 Milliarden Tafeln. Jeder Deutsche isst im
Durchschnitt etwa elf Kilo im Jahr. Jedoch ist Schokolade-Essen nicht so harmlos wie wir glauben -
vor allem nicht für Kinder in Afrika. Der größte Teil des Kakaos, der in unserer Schokolade steckt,
stammt von Plantagen der Elfenbeinküste. Dort arbeiten nach Schätzungen von Unicef über 200.000 Kindersklaven auf Kakaoplantagen -- unter erbärmlichen Bedingungen. Hilfsorganisationen
verdächtigen die Schokoladen-Industrie, von Kinderhandel und Kinderarbeit in Afrika zu profitieren
und damit Straftaten zu verschleiern.
Eine TV-Reportage des NDR.
Montag, 18. April 2011
Lebensmittelinfo Japan (Milch & Pilze)
kurzer Ausschnitt aus der Tagesschau über Japanische Milch und Pilze
die Bauern kippen ihre Milch auf die Felder
bis bald & Guten Appetit
Lebensmittelinfo Sushi - Ware aus Japan ??
Zur angespannten Japan Lage hier mal eine kleine Info über Fisch , Sushi und Sachen
aus Japan und Fernost.Viele machen sich gedanken was sie hier noch kaufen können
also im moment kann man hier eigentlich noch alles kaufen Fisch z.B. kommt kaum aus Japan
die Japaner importieren Fisch und den Fisch den wir hier kaufen der kommt aus anderen Gegenden
und so ist es z.B. mit Nori-Blättern, Ingwer(wird ja auch nich das ganze jahr geertet), Wasabi
kommt. alles aus China. Die Japaner sind in der Richtung Lebensmittel.eher
ein Importeur (also kaufen Lebensmittel aus dem Ausland dazu
----------
Was nen Firmen Name in dem Filmchen Zunami Sushi ,na den hätt ich jetzt aber auch geändert
bis bald & Guten Appetit
Sonntag, 17. April 2011
McDonald's führt französischen Burger ein
Die französischen Viehzüchter dürften sich freuen: Passend zur laufenden Landwirtschaftsmesse führt McDonald's einen Hamburger aus rein französischem Fleisch ein.…
Die französischen Viehzüchter dürften sich freuen: Passend zur laufenden Landwirtschaftsmesse führt McDonald's einen Hamburger aus rein französischem Fleisch ein. Der "Charolais" ist ab heute fest im französischen Sortiment, wie eine Managerin des US-Imbissriesen im gleichnamigen Gebiet im Burgund ankündigte.
Für das Hackfleisch wird demnach nur die berühmte Rinderrasse verwendet, die aus der Region stammt, mittlerweile aber in ganz Frankreich und dutzenden weiteren Ländern zuhause ist. Für den "Charolais" würden im Jahr etwa 1500 Tonnen Fleisch gebraucht, sagte Carole Augé. Knapp ein Drittel davon werde direkt aus dem Burgund kommen, der Rest aus anderen Landesteilen.
Insgesamt bezieht McDonald's Frankreich die Hälfte des jährlichen Rindfleischbedarfs bei heimischen Züchtern, die andere Hälfte kommt aus Ländern der Europäischen Union. Die Fast-Food-Kette verbrät in Frankreich jährlich mehr als 50.000 Tonnen Rindfleisch. Die weißen Charolais-Rinder werden in Frankreich seit dem 17. Jahrhundert gezüchtet.
Die französischen Viehzüchter dürften sich freuen: Passend zur laufenden Landwirtschaftsmesse führt McDonald's einen Hamburger aus rein französischem Fleisch ein. Der "Charolais" ist ab heute fest im französischen Sortiment, wie eine Managerin des US-Imbissriesen im gleichnamigen Gebiet im Burgund ankündigte.
Für das Hackfleisch wird demnach nur die berühmte Rinderrasse verwendet, die aus der Region stammt, mittlerweile aber in ganz Frankreich und dutzenden weiteren Ländern zuhause ist. Für den "Charolais" würden im Jahr etwa 1500 Tonnen Fleisch gebraucht, sagte Carole Augé. Knapp ein Drittel davon werde direkt aus dem Burgund kommen, der Rest aus anderen Landesteilen.
Insgesamt bezieht McDonald's Frankreich die Hälfte des jährlichen Rindfleischbedarfs bei heimischen Züchtern, die andere Hälfte kommt aus Ländern der Europäischen Union. Die Fast-Food-Kette verbrät in Frankreich jährlich mehr als 50.000 Tonnen Rindfleisch. Die weißen Charolais-Rinder werden in Frankreich seit dem 17. Jahrhundert gezüchtet.
Freitag, 15. April 2011
verstrahlte Shiitake-Pilze
![]() |
| Shiitake-Pilze |
bis bald & guten Appetit
Die Grenzwerte für Strahlung
Die Grenzwerte für Strahlung in Lebensmitteln entstammen einer Schubladenverordnung:
Die EU kann sie jederzeit hervorzaubern und anpassen – nicht unbedingt zugunsten der Verbraucher.
Die EU musste sich in Sachen Japan zuletzt harte Kritik anhören: Zu lasch seien die Strahlengrenzwerte, die nach Fukushima für Importe aus Japan ausgegeben wurden.
Zudem würden einheitliche Obergrenzen fehlen. Nun haben sich die Mitgliedsländer auf
schärfere Werte für japanische Lebensmittel geeinigt – sie gelten ab sofort, aber nur vorrübergehend. Wissenschaftler werden bis zum Sommer prüfen, ob sie gerechtfertigt sind.
Damit sind zunächst einmal auch hierzulande die strengeren japanischen Maximalwerte für Nahrungsmittel eingeführt. „Deutschland hatte sich mit dem Vorschlag zur Vereinheitlichung
an die Kommission gewandt, um für die Verbraucher eine nachvollziehbare Regelung zu schaffen“, sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU). Die Kontrollen an den EU-Außengrenzen sollen damit „einfacher und effektiver“ werden.
Bis dato gab es keine fixen Grenzwerte, deshalb stützte sich die EU zunächst auf eine Eilverordnung, die nach dem Super-GAU in Tschernobyl 1986 erlassen wurde. Damals lag die Obergrenze für Cäsium-134 und Cäsium-137 im Fall von Milch bei 370 Becquerel
pro Kilogramm (Bq/kg), und bei 600 Bq/kg für alle anderen Lebensmittel. Ein Jahr
später erfolgte eine Eilverordnung für zukünftige Notfälle: Nun waren für
Milch 600 Bq/kg und 1250 für alle anderen Lebensmittel erlaubt.
Diese Werte galten jetzt, knapp ein Vierteljahrhundert später, auch für Importe aus Japan.
Sie machen zwar nur 0,1 Prozent der nach Deutschland eingeführten Lebensmittel aus.
Doch auch an Sojasoße, Reis, Algen und Fisch lässt sich erkennen, wie chaotisch die
Vergabe der Höchstgrenzen erfolgte. Nach einigem Hin und Her einigten sich die EU-Länder
nun auf 500 Bq/kg für Jod-131 und Cäsium in Milch, für alle anderen Lebensmittel
gelten 2000 Bq/kg als Limit. Ein Exportstopp wurde nicht ernsthaft erwogen.
Überfällige Kehrtwende
Brüssel vollzieht damit eine Kehrtwende. Erst Ende März konnten Verbraucher eine
interessante Entwicklung beobachten: Während Japan die Grenzwerte für strahlenbelastete Lebensmittel verschärfte und Spinat oder Milch vom Markt nahm, reagierte die Europäische Kommission erst einmal, indem sie per Eilverordnung die entsprechenden Grenzwerte lockerte.
Es folgte massive öffentliche Kritik, auch, weil diese Entwicklungen nicht öffentlich
kommuniziert worden waren.
Schließlich gab die Kommission nach und schwenkte um. Greenpeace ist das nicht genug: Die Umweltschützer forderten erneut niedrigere Grenzwerte. Für Dirk Zimmermann,
Agrarbiologe von Greenpeace, sind verschärfte Maximalwerte für Japan-Produkte zu kurz gedacht: „Radioaktivität macht nicht an den japanischen Grenzen halt. Die Grenzwerte für pazifischen Fisch, der nur in Ausnahmefällen direkt aus Japan in die EU kommt, fehlen bisher.“ Brüssel gab jedoch Entwarnung: Bisher seien in keinem Mitgliedsland radioaktiv verseuchte Lebensmittelimporte angekommen. Werde dies geschehen, dann würden die Kontrollen
binnen 48 Stunden verstärkt. Wie das Verbraucherschutzministerium in Berlin mitteilte,
dürfen bis auf weiteres Lebensmittel aus Japan nur über wenige Kontrollstellen in die EU
gelangen. Es sei nicht auszuschließen, dass in den kommenden Wochen radioaktive
Belastungen bei einzelnen Importen aus Japan festgestellt werden könnten, sagte Ilse Aigner. Bislang seien jedoch keine belasteten Waren aus der Krisenregion in Deutschland eingetroffen.
Zwangskontrollen für zwölf Präfekturen
Normalerweise werden in Deutschland jährlich 10 000 Lebensmittel-Stichproben zur Messung
von Radioaktivität vorgenommen. In besonderen Fällen, wie etwa nach dem Fukushima-Zwischenfall, werden Lebensmittel aus Japan besonders überwacht. Schon im März hatte die Kommission erstmals strengere Regeln für Lebensmittel aus Japan beschlossen: Für zwölf japanische Präfekturen wurden Zwangskontrollen angeordnet. Die Tests auf Radioaktivität
müssen in Japan erfolgen. Über das Ergebnis wird eine schriftliche Erklärung verlangt.
In Europa soll es zudem stichprobenartig Untersuchungen geben, auch für Waren aus
den übrigen 35 Präfekturen.
darüber zu machen, wie in Zukunft europaweit mit Grenzwerten umgegangen werden soll. Spontane Änderungen, insbesondere Lockerungen zur Unzeit, verunsichern den Konsumenten. Denn prinzipiell gilt: Die Inkorporation, also die Aufnahme von übermäßiger Radioaktivität über die Nahrung, bedeutet ein gesundheitliches Problem. Zwar hat jedes Nahrungsmittel von Natur aus einen bestimmten Strahlungswert. Reichern sich darüber hinaus wegen eines atomaren Zwischenfalls weitere Radionuklide im Lebensmittel an, macht es Sinn, genauer hinzuschauen. Denn sind sie erst einmal in den Körper gelangt, können sie sich ablagern, dort weiter strahlen und dadurch Zellen schädigen, mit den bekannten Folgen wie Krebs. Je mehr aufgenommen wird, desto größer die Gefahr. Zwar besteht dieses Risiko vor allem für die Menschen in Japan, sollte es jedoch in Zukunft einmal zu einem Zwischenfall auf europäischem Boden kommen, besteht eine echte Gefahrenlage.
Dauer des Konsums wichtig, nicht nur Höhe
Wie die Grenzwerte für Lebensmittel festgelegt werden, wirkt willkürlich. Experten erstellen
dazu einen Lebensmittelkorb. In ihn packen sie – virtuell – all die Lebensmittel, die ein Deutscher im Durchschnitt pro Jahr verzehrt. Weil das beispielsweise sehr viele Milchprodukte sind, die insbesondere auch Kinder konsumieren, ist die Obergrenze für Milch niedriger als beispielsweise die für Knoblauch oder Spargel, der nur in kleinen Mengen auf den Teller kommt. Insgesamt stellen die Experten die Lebensmittel so zusammen, dass sie eine gesundheitlich zumutbare Maximalbelastung nicht übersteigen, mit dem Ziel, unter einem Wert von einem Millisievert pro Jahr zu bleiben. Aus diesem Grund darf Wildschwein zum Beispiel auf den Teller kommen, auch wenn es sehr hohe Cäsium-Werte aufweist, denn es wird nur selten und von wenigen Menschen auf den Speiseplan gesetzt. Nachweisbar ist die Strahlenbelastung nur über Lebensmittelproben. Eine direkte Messung mit dem Geigerzähler brächte durch die natürliche Umgebungsstrahlung nur sehr ungenaue Werte.
Quelle Focus Online
Die EU kann sie jederzeit hervorzaubern und anpassen – nicht unbedingt zugunsten der Verbraucher.
Die EU musste sich in Sachen Japan zuletzt harte Kritik anhören: Zu lasch seien die Strahlengrenzwerte, die nach Fukushima für Importe aus Japan ausgegeben wurden.
Zudem würden einheitliche Obergrenzen fehlen. Nun haben sich die Mitgliedsländer auf
schärfere Werte für japanische Lebensmittel geeinigt – sie gelten ab sofort, aber nur vorrübergehend. Wissenschaftler werden bis zum Sommer prüfen, ob sie gerechtfertigt sind.
Damit sind zunächst einmal auch hierzulande die strengeren japanischen Maximalwerte für Nahrungsmittel eingeführt. „Deutschland hatte sich mit dem Vorschlag zur Vereinheitlichung
an die Kommission gewandt, um für die Verbraucher eine nachvollziehbare Regelung zu schaffen“, sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU). Die Kontrollen an den EU-Außengrenzen sollen damit „einfacher und effektiver“ werden.
Bis dato gab es keine fixen Grenzwerte, deshalb stützte sich die EU zunächst auf eine Eilverordnung, die nach dem Super-GAU in Tschernobyl 1986 erlassen wurde. Damals lag die Obergrenze für Cäsium-134 und Cäsium-137 im Fall von Milch bei 370 Becquerel
pro Kilogramm (Bq/kg), und bei 600 Bq/kg für alle anderen Lebensmittel. Ein Jahr
später erfolgte eine Eilverordnung für zukünftige Notfälle: Nun waren für
Milch 600 Bq/kg und 1250 für alle anderen Lebensmittel erlaubt.
Diese Werte galten jetzt, knapp ein Vierteljahrhundert später, auch für Importe aus Japan.
Sie machen zwar nur 0,1 Prozent der nach Deutschland eingeführten Lebensmittel aus.
Doch auch an Sojasoße, Reis, Algen und Fisch lässt sich erkennen, wie chaotisch die
Vergabe der Höchstgrenzen erfolgte. Nach einigem Hin und Her einigten sich die EU-Länder
nun auf 500 Bq/kg für Jod-131 und Cäsium in Milch, für alle anderen Lebensmittel
gelten 2000 Bq/kg als Limit. Ein Exportstopp wurde nicht ernsthaft erwogen.
Überfällige Kehrtwende
Brüssel vollzieht damit eine Kehrtwende. Erst Ende März konnten Verbraucher eine
interessante Entwicklung beobachten: Während Japan die Grenzwerte für strahlenbelastete Lebensmittel verschärfte und Spinat oder Milch vom Markt nahm, reagierte die Europäische Kommission erst einmal, indem sie per Eilverordnung die entsprechenden Grenzwerte lockerte.
Es folgte massive öffentliche Kritik, auch, weil diese Entwicklungen nicht öffentlich
kommuniziert worden waren.
Schließlich gab die Kommission nach und schwenkte um. Greenpeace ist das nicht genug: Die Umweltschützer forderten erneut niedrigere Grenzwerte. Für Dirk Zimmermann,
Agrarbiologe von Greenpeace, sind verschärfte Maximalwerte für Japan-Produkte zu kurz gedacht: „Radioaktivität macht nicht an den japanischen Grenzen halt. Die Grenzwerte für pazifischen Fisch, der nur in Ausnahmefällen direkt aus Japan in die EU kommt, fehlen bisher.“ Brüssel gab jedoch Entwarnung: Bisher seien in keinem Mitgliedsland radioaktiv verseuchte Lebensmittelimporte angekommen. Werde dies geschehen, dann würden die Kontrollen
binnen 48 Stunden verstärkt. Wie das Verbraucherschutzministerium in Berlin mitteilte,
dürfen bis auf weiteres Lebensmittel aus Japan nur über wenige Kontrollstellen in die EU
gelangen. Es sei nicht auszuschließen, dass in den kommenden Wochen radioaktive
Belastungen bei einzelnen Importen aus Japan festgestellt werden könnten, sagte Ilse Aigner. Bislang seien jedoch keine belasteten Waren aus der Krisenregion in Deutschland eingetroffen.
Zwangskontrollen für zwölf Präfekturen
Normalerweise werden in Deutschland jährlich 10 000 Lebensmittel-Stichproben zur Messung
von Radioaktivität vorgenommen. In besonderen Fällen, wie etwa nach dem Fukushima-Zwischenfall, werden Lebensmittel aus Japan besonders überwacht. Schon im März hatte die Kommission erstmals strengere Regeln für Lebensmittel aus Japan beschlossen: Für zwölf japanische Präfekturen wurden Zwangskontrollen angeordnet. Die Tests auf Radioaktivität
müssen in Japan erfolgen. Über das Ergebnis wird eine schriftliche Erklärung verlangt.
In Europa soll es zudem stichprobenartig Untersuchungen geben, auch für Waren aus
den übrigen 35 Präfekturen.
darüber zu machen, wie in Zukunft europaweit mit Grenzwerten umgegangen werden soll. Spontane Änderungen, insbesondere Lockerungen zur Unzeit, verunsichern den Konsumenten. Denn prinzipiell gilt: Die Inkorporation, also die Aufnahme von übermäßiger Radioaktivität über die Nahrung, bedeutet ein gesundheitliches Problem. Zwar hat jedes Nahrungsmittel von Natur aus einen bestimmten Strahlungswert. Reichern sich darüber hinaus wegen eines atomaren Zwischenfalls weitere Radionuklide im Lebensmittel an, macht es Sinn, genauer hinzuschauen. Denn sind sie erst einmal in den Körper gelangt, können sie sich ablagern, dort weiter strahlen und dadurch Zellen schädigen, mit den bekannten Folgen wie Krebs. Je mehr aufgenommen wird, desto größer die Gefahr. Zwar besteht dieses Risiko vor allem für die Menschen in Japan, sollte es jedoch in Zukunft einmal zu einem Zwischenfall auf europäischem Boden kommen, besteht eine echte Gefahrenlage.
Dauer des Konsums wichtig, nicht nur Höhe
Wie die Grenzwerte für Lebensmittel festgelegt werden, wirkt willkürlich. Experten erstellen
dazu einen Lebensmittelkorb. In ihn packen sie – virtuell – all die Lebensmittel, die ein Deutscher im Durchschnitt pro Jahr verzehrt. Weil das beispielsweise sehr viele Milchprodukte sind, die insbesondere auch Kinder konsumieren, ist die Obergrenze für Milch niedriger als beispielsweise die für Knoblauch oder Spargel, der nur in kleinen Mengen auf den Teller kommt. Insgesamt stellen die Experten die Lebensmittel so zusammen, dass sie eine gesundheitlich zumutbare Maximalbelastung nicht übersteigen, mit dem Ziel, unter einem Wert von einem Millisievert pro Jahr zu bleiben. Aus diesem Grund darf Wildschwein zum Beispiel auf den Teller kommen, auch wenn es sehr hohe Cäsium-Werte aufweist, denn es wird nur selten und von wenigen Menschen auf den Speiseplan gesetzt. Nachweisbar ist die Strahlenbelastung nur über Lebensmittelproben. Eine direkte Messung mit dem Geigerzähler brächte durch die natürliche Umgebungsstrahlung nur sehr ungenaue Werte.
Quelle Focus Online
Mittwoch, 13. April 2011
Terror für Chiquita-Bananen
Washington. Das US-Justizministerium hat offenbar Hinweise über eine direkte Zusammenarbeit zwischen dem Bananenproduzenten Chiquita Brands International und rechtsgerichteten Paramilitärs in Kolumbien wissentlich übergangen. Das geht aus umfangreichen Aktenbeständen hervor, die das US-Forschungsinstitut National Security Archive (NSA) Ende vergangener Woche veröffentlicht hat. Das an der George-Washington-Universität in der US-Hauptstadt angegliederte Institut war über das Informationsfreiheitsgesetz an rund 5.500 Justizakten über ein Verfahren gegen das Bananenunternehmen gelangt.
Chiquita hatte sich dabei 2007 mit dem US-Justizministerium wegen nachgewiesener Zahlungen an den paramilitärischen Dachverband AUC in Kolumbien auf eine Strafe von 25 Millionen US-Dollar geeinigt. Das Justizministerium akzeptierte damals nach einem vierjährigen Verfahren die Darstellung des Unternehmens, dass es zu Schutzgeldzahlungen an die Milizen genötigt worden sei. Zudem habe man nie Gegenleistungen erhalten mehr hier
bis bald & Guten Appetit
Chiquita hatte sich dabei 2007 mit dem US-Justizministerium wegen nachgewiesener Zahlungen an den paramilitärischen Dachverband AUC in Kolumbien auf eine Strafe von 25 Millionen US-Dollar geeinigt. Das Justizministerium akzeptierte damals nach einem vierjährigen Verfahren die Darstellung des Unternehmens, dass es zu Schutzgeldzahlungen an die Milizen genötigt worden sei. Zudem habe man nie Gegenleistungen erhalten mehr hier
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Bauern in Guatemala (bio E-10)
Für Biosprit über Leichen
In Guatemala hat die gewaltsame Durchsetzung eines Gerichtsurteils durch Militär und Polizei zugunsten einer Ethanol-Firma zwei Q'equchi'-Bauern das Leben gekostet
Während sich Autofahrer in Deutschland Sorgen über die Motoren-Verträglichkeit des Biokraftstoffs E10 machen, bekommen Bauern in Guatemala die direkten Folgen global erhöhten "Öko-Benzins" zu spüren. Nach der gewaltsamen Vertreibung von 800 indigenen Bauern aus 14 Q'equchi'-Gemeinden im Polochic-Tal hat die Bauernorganisation Via Campesina de Guatemala am Donnerstag zu landesweiten Protesten aufgerufen. Im Departamento Alto Verapaz im Norden des weltweit fünftgrößten Zuckerproduzenten hatten am Mittwoch 500 Uniformierte von Militär und Bundespolizei einen richterlichen Räumungsbefehl durchgesetzt. Die Besitzer des Zucker-Aktienunternehmens "Chabil Utzaj S.A.", die Familie von Wendy Widmann, Ehegattin von Ex-Präsident Óscar Berger (2004 - 2008), hatte auf Herausgabe geklagt und Recht bekommen.
"Die Militärs und Polizisten haben auf unsere Kameraden geschossen und ihre Hütten verbrannt", berichtet Daniel Pascual, Vertreter vom "Komitee vereinter Bauern" (CUC) gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Als sie versuchten zu ihrem Besitz und ihren Pflanzungen zurückzukehren, wurden sie angegriffen. Es gab zwei Tote und mehr als zehn Verletzte", so Pascual. Unter den mit Macheten und Gewehren bewaffneten Angreifern seien laut Angaben der Dorfbewohner zudem Paramilitärs aus dem 1996 beendeten Bürgerkrieg erkannt worden. Wie Fotos belegen, hat das Militär Bauern der Region für die Räumungsaktion unter Vertrag genommen und ihnen Uniformen angezogen.
CUC-Anwalt Sergio Beltetón hatte sich zuvor über die Rechtslage beschwert. Es handele sich bei den Ländereien um "ein uraltes Recht, das von den nationalen und internationalen Unternehmen mit Füßen getreten wird", so der Jurist in der Tageszeitung El Periódico de Guatemala. Zudem würden im Katasteramt der Departamento-Hauptstadt Alta Verapaz keine Einträge exisitieren, die "den unterstellten Privatbesitz bescheinigen und verifizieren". Die Tageszeitung hingegen schreibt unter Berufung auf eine "Analyse von Regierungsvertretern" 17 Fincas der Zucker-AG zu. Eine weitere würde unter der Aufsicht des "Nationalen Instituts für Agrarreform" (INTA) stehen. Ganz im Rechtsrahmen bewege sich auch Familie Widmann. Sie habe den "Besetzern" bereits im Februar angeboten, sie könnten die Landtitel doch für einen "symbolischen Preis" aufkaufen, berichtet El Periódico, ohne aber Gründe für eine Ablehnung dieser augenscheinlichen Public-Relation-Vorschlages seitens der vertriebenen Bauern zu nennen.
Die Politik steht ganz hinter den Zuckerbaronen. Departamento-Präfekt José Adrián Lopez rückt die Q'equchi'-Bauern in die Ecke seltsamer Wilder. "Wir wissen nicht wo sie hergekommen sind, wir wissen nicht wo sie vorher waren, wo und was sie überhaupt anbauen", so seine offenbare Verwunderung. Es gelte nun Ordnung herzustellen, die "Besetzer und Invasoren" hätten zudem zahlreiche "Straftaten" begangen.
Während die Regierung mit ihrem Einsatz von Gewalt gegen die eigenen Bürger kein Verständnis für die landlosen Bauern zeigt, ist ihre Hilfsbereitschaft in Sachen Wirtschaftsförderung weitaus generöser. "Chabil Utzaj" hatte ihre Aktivitäten 2005 in das Tal von Polochic verlagert, nachdem sie von der "Zentralamerikanischen Bank für wirtschaftliche Integration" (BCIE) einen Kredit von 20 Millionen US-Dollar erhalten hatte. 2010 war das Unternehmen nach schlechten Ernten in Zahlungsschwierigkeiten geraten, woraufhin der Staat einsprang. Durch eine Versteigerung der jetzt geräumten Ländereien könnten rund 30 Millionen US-Dollar in die leeren Kassen gespült werden. Die Eigentümer der Zucker-AG wollen damit den Notfondfonds der staatlichen Industriebank (BI) auffüllen, der für die offenen BCIE-Raten gebürgt hatte. BI-Banker Luis Augusto Zelaya ist die ganze Aufregung um die Vertreibung eher unangenehm. Die Besetzung sei ein "schlechtes Signal für nationale und internationale Investitionen". Vielmehr noch hätten Regierung und Staat ganz klar "die verfassungsgemäße Verpflichtung den Rechtsstaat durchzusetzen, den Respekt vor Privateigentum zu fördern und die Unterwerfung unter das Recht zu garantieren, Regierte wie Regierende", so der flammende Apell des Bankers. Die Geschichte von Ausbeutung und Vertreibung in Lateinamerika wiederholt sich damit unter neuen Vorzeichen. Guatemala gilt unter Investoren als einer der wichtigsten Bioethanol-Exporteure in Lateinamerika für die Märkte in den USA und Europa.
Text Von Benjamin Beutler
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Krieg um den Reis
3.000.000.000 Menschen sind vom Reis als Grundnahrungsmittel angewiesen;
der Film legt die Ursachen des massiven Preisanstieges von Reis im Frühjahr 2008 dar, der neben einer Verknappung der Ware aufgrund schlechter Ernten auch auf Spekulation und dem Verhalten korrupter
Staaten basiert.
ARTE 13.04.2010
bis bald & Guten Appetit
Plastik-Reis
Die Horror-Show des chinesischen Lebensmittel-Alltages läuft wieder auf Hochtouren. Neuen Berichten aus Singapur zufolge produzieren gewisse chinesische Hersteller derzeit massenweise falschen Reis und verkaufen diesen an unwissende Dorfbewohner. Laut einem Artikel in der koreanisch-sprachigen Zeitung Weekly Hong Kong mischen die Hersteller Kartoffeln, Süßkartoffeln und industrielles Plastik-Granulat, um das Reis-Imitat herzustellen.
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Sonntag, 10. April 2011
Fördergelder Antibiotika & Kaninchenfleisch
Seit dem Jahr 2004 sollen mehrere Hundert Tonnen chinesisches Geflügel- und
Kaninchenfleisch mit gefälschtem Herkunftsnachweis über Bulgarien ,dort neu etikettiert ,
und dann nach Deutschland gelangt sein. Die Ware ist mit Antibiotika belastet und
als Tropfen obendrauf noch mit EU- Fördergelder subventioniert.
Die Verbraucher ahnen bis heute nichts von dem Betrug, denn die Discounter nahmen
zwar das Fleisch aus den Regalen, bewahrten aber -- wie auch die zuständigen
Behörden -- Stillschweigen über die Importe.
bis bald & Guten Appetit
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