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Samstag, 30. April 2011

Angst vor verstrahlten Lebensmitteln

Für Lebensmittelprodukte aus dem Meer vor der Küste des Atomkraftwerks gebe es noch keine Erkenntnisse, sagt Regierungssprecher Yukio Edano: "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch nicht einschätzen, ob Meeresprodukte betroffen sind. Die Belastung des Meerwassers ist aber schon über das Normalmaß gestiegen. Deshalb müssen wir das Meerwasser so schnell

Montag, 18. April 2011

Lebensmittelinfo Japan (Milch & Pilze)


kurzer Ausschnitt aus der Tagesschau über Japanische Milch und Pilze
die Bauern kippen ihre Milch auf die Felder

bis bald & Guten Appetit

Freitag, 15. April 2011

Nur wenig ist japanisch in Sushi-Bars

Nima Mader, Geschäftsführer der JIK GmbH in Willich bei Düsseldorf, europaweiter Großhändler für asiatische Lebensmittel, bekommt derzeit viele Anfragen von besorgten Kunden, fast alle aus Deutschland. Mader ist spezialisiert auf alles, was es in Sushi-Bars gibt. Und davon, sagt er, sei kaum etwas direkt aus Japan. Fisch und Garnelen kämen aus Taiwan, China, Thailand oder Vietnam. Sushi-Reis bezieht das Unternehmen ausschließlich aus Italien oder den USA. Nur ein sehr kleiner Anteil der deutschen Reisimporte kommt überhaupt aus Japan. Nori-Blätter, Ingwer, Wasabi - alles aus China, sagt Mader, auch die meisten Sojasaucen würden außerhalb Japans hergestellt, zum Beispiel in den Niederlanden. Viele Produkte mit dem Aufdruck "made in Japan" seien dort nur verpackt, hergestellt mit Zutaten aus China, so der Großhändler.
bis bald & Guten Appetit 

verstrahlte Shiitake-Pilze

Shiitake-Pilze
In der japanischen Katastrophenprovinz Fukushima sind stark verstrahlte Shiitake-Pilze gefunden worden. Die Behörden untersagten daher Produzenten aus mehreren Städten, ihre Ware auszuliefern. Nur kurzeZeit zuvor hatte Regierungssprecher Edano für Lebensmittel aus der Region geworben.Am Dienstag propagierte er bei einer PR-Aktion noch die Unbedenklichkeit von Lebensmitteln aus der Region. Seit Mittwoch gibts nun ein Verkaufsverbot für bestimmte Shiitake-Pilze. Der Lieferstopp gelte für unter freiem Himmel gewachsene Shiitake-Pilze aus insgesamt 16 Städten und Dörfern (Datum, Soma, Minamisoma, Tamura, Iwaki, Shinchi, Kawamata, Namie, Futaba, Okuma, Tomioka, Nahara, Hirono, Iitate, Katsurao und Kawauchi)im Gebiet um das havarierte Atomkraftwerk, so Edano. Es sei aufgrund eines hohen Maßes an Radioaktivität verhängt worden. Pilze, die in Gewächshäusern gezüchtet werden, seien jedoch sicher und daher von dem Verbot ausgenommen, sagte Edano der Nachrichtenagentur Kyodo.
bis bald & guten Appetit 

Die Grenzwerte für Strahlung

Die Grenzwerte für Strahlung in Lebensmitteln entstammen einer Schubladenverordnung: 
Die EU kann sie jederzeit hervorzaubern und anpassen – nicht unbedingt zugunsten der Verbraucher.
Die EU musste sich in Sachen Japan zuletzt harte Kritik anhören: Zu lasch seien die Strahlengrenzwerte, die nach Fukushima für Importe aus Japan ausgegeben wurden. 

Zudem würden einheitliche Obergrenzen fehlen. Nun haben sich die Mitgliedsländer auf 
schärfere Werte für japanische Lebensmittel geeinigt – sie gelten ab sofort, aber nur vorrübergehend. Wissenschaftler werden bis zum Sommer prüfen, ob sie gerechtfertigt sind. 
Damit sind zunächst einmal auch hierzulande die strengeren japanischen Maximalwerte für Nahrungsmittel eingeführt. „Deutschland hatte sich mit dem Vorschlag zur Vereinheitlichung 
an die Kommission gewandt, um für die Verbraucher eine nachvollziehbare Regelung zu schaffen“, sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU). Die Kontrollen an den EU-Außengrenzen sollen damit „einfacher und effektiver“ werden.

Bis dato gab es keine fixen Grenzwerte, deshalb stützte sich die EU zunächst auf eine Eilverordnung, die nach dem Super-GAU in Tschernobyl 1986 erlassen wurde. Damals lag die Obergrenze für Cäsium-134 und Cäsium-137 im Fall von Milch bei 370 Becquerel 

pro Kilogramm (Bq/kg), und bei 600 Bq/kg für alle anderen Lebensmittel. Ein Jahr 
später erfolgte eine Eilverordnung für zukünftige Notfälle: Nun waren für 
Milch 600 Bq/kg und 1250 für alle anderen Lebensmittel erlaubt.

Diese Werte galten jetzt, knapp ein Vierteljahrhundert später, auch für Importe aus Japan. 

Sie machen zwar nur 0,1 Prozent der nach Deutschland eingeführten Lebensmittel aus. 
Doch auch an Sojasoße, Reis, Algen und Fisch lässt sich erkennen, wie chaotisch die 
Vergabe der Höchstgrenzen erfolgte. Nach einigem Hin und Her einigten sich die EU-Länder 
nun auf 500 Bq/kg für Jod-131 und Cäsium in Milch, für alle anderen Lebensmittel 
gelten 2000 Bq/kg als Limit. Ein Exportstopp wurde nicht ernsthaft erwogen.

Überfällige Kehrtwende
Brüssel vollzieht damit eine Kehrtwende. Erst Ende März konnten Verbraucher eine 

interessante Entwicklung beobachten: Während Japan die Grenzwerte für strahlenbelastete Lebensmittel verschärfte und Spinat oder Milch vom Markt nahm, reagierte die Europäische Kommission erst einmal, indem sie per Eilverordnung die entsprechenden Grenzwerte lockerte. 
Es folgte massive öffentliche Kritik, auch, weil diese Entwicklungen nicht öffentlich 
kommuniziert worden waren.

Schließlich gab die Kommission nach und schwenkte um. Greenpeace ist das nicht genug: Die Umweltschützer forderten erneut niedrigere Grenzwerte. Für Dirk Zimmermann, 

Agrarbiologe von Greenpeace, sind verschärfte Maximalwerte für Japan-Produkte zu kurz gedacht: „Radioaktivität macht nicht an den japanischen Grenzen halt. Die Grenzwerte für pazifischen Fisch, der nur in Ausnahmefällen direkt aus Japan in die EU kommt, fehlen bisher.“ Brüssel gab jedoch Entwarnung: Bisher seien in keinem Mitgliedsland radioaktiv verseuchte Lebensmittelimporte angekommen. Werde dies geschehen, dann würden die Kontrollen 
binnen 48 Stunden verstärkt. Wie das Verbraucherschutzministerium in Berlin mitteilte, 
dürfen bis auf weiteres Lebensmittel aus Japan nur über wenige Kontrollstellen in die EU 
gelangen. Es sei nicht auszuschließen, dass in den kommenden Wochen radioaktive 
Belastungen bei einzelnen Importen aus Japan festgestellt werden könnten, sagte Ilse Aigner. Bislang seien jedoch keine belasteten Waren aus der Krisenregion in Deutschland eingetroffen.

Zwangskontrollen für zwölf Präfekturen
Normalerweise werden in Deutschland jährlich 10 000 Lebensmittel-Stichproben zur Messung 

von Radioaktivität vorgenommen. In besonderen Fällen, wie etwa nach dem Fukushima-Zwischenfall, werden Lebensmittel aus Japan besonders überwacht. Schon im März hatte die Kommission erstmals strengere Regeln für Lebensmittel aus Japan beschlossen: Für zwölf japanische Präfekturen wurden Zwangskontrollen angeordnet. Die Tests auf Radioaktivität 
müssen in Japan erfolgen. Über das Ergebnis wird eine schriftliche Erklärung verlangt. 
In Europa soll es zudem stichprobenartig Untersuchungen geben, auch für Waren aus 
den übrigen 35 Präfekturen.
darüber zu machen, wie in Zukunft europaweit mit Grenzwerten umgegangen werden soll. Spontane Änderungen, insbesondere Lockerungen zur Unzeit, verunsichern den Konsumenten. Denn prinzipiell gilt: Die Inkorporation, also die Aufnahme von übermäßiger Radioaktivität über die Nahrung, bedeutet ein gesundheitliches Problem. Zwar hat jedes Nahrungsmittel von Natur aus einen bestimmten Strahlungswert. Reichern sich darüber hinaus wegen eines atomaren Zwischenfalls weitere Radionuklide im Lebensmittel an, macht es Sinn, genauer hinzuschauen. Denn sind sie erst einmal in den Körper gelangt, können sie sich ablagern, dort weiter strahlen und dadurch Zellen schädigen, mit den bekannten Folgen wie Krebs. Je mehr aufgenommen wird, desto größer die Gefahr. Zwar besteht dieses Risiko vor allem für die Menschen in Japan, sollte es jedoch in Zukunft einmal zu einem Zwischenfall auf europäischem Boden kommen, besteht eine echte Gefahrenlage.

Dauer des Konsums wichtig, nicht nur Höhe
Wie die Grenzwerte für Lebensmittel festgelegt werden, wirkt willkürlich. Experten erstellen 

dazu einen Lebensmittelkorb. In ihn packen sie – virtuell – all die Lebensmittel, die ein Deutscher im Durchschnitt pro Jahr verzehrt. Weil das beispielsweise sehr viele Milchprodukte sind, die insbesondere auch Kinder konsumieren, ist die Obergrenze für Milch niedriger als beispielsweise die für Knoblauch oder Spargel, der nur in kleinen Mengen auf den Teller kommt. Insgesamt stellen die Experten die Lebensmittel so zusammen, dass sie eine gesundheitlich zumutbare Maximalbelastung nicht übersteigen, mit dem Ziel, unter einem Wert von einem Millisievert pro Jahr zu bleiben. Aus diesem Grund darf Wildschwein zum Beispiel auf den Teller kommen, auch wenn es sehr hohe Cäsium-Werte aufweist, denn es wird nur selten und von wenigen Menschen auf den Speiseplan gesetzt. Nachweisbar ist die Strahlenbelastung nur über Lebensmittelproben. Eine direkte Messung mit dem Geigerzähler brächte durch die natürliche Umgebungsstrahlung nur sehr ungenaue Werte.
Quelle  Focus Online 

Schweiz verschärft Einfuhrbedingungen

Die Schweiz verschärft wie angekündigt die Einfuhrbedingungen für Lebensmittel aus Japan. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat aus handelstechnischen Gründen die Ende März erlassene Verordnung über 
die Einfuhr von Lebensmitteln aus Japan angepasst.



Der Bund folgt damit der Europäischen Union (EU), die am Dienstag die Höchstwerte für Iod, Cäsium
und Plutonium heruntersetzte und den strengeren japanischen Werten anpasste. Sowohl die EU als auch
die Schweiz wollen mit einer Anpassung an die japanischen Grenzwerte Probleme im internationalen
Handel verhindern.
Wie das BAG am Donnerstag in einem Communiqué weiter mitteilte, waren bislang alle von der Schweiz vorgenommenen Radioaktivitätsmessungen an japanischen Lebensmitteln negativ. Die Waren konnten
damit für den Verkauf freigegeben werden. Alle in der Schweiz angebotenen japanischen Lebensmittel
könnten bedenkenlos konsumiert werden.
(Quelle: AWP)

Mittwoch, 13. April 2011

erste leichte Strahlenwerte auch in Europa

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bis bald & Guten Appetit
Nach dem Reaktorunglück im Atomkraftwerk Fukushima wurden nun erste leichte Strahlenwerte auch in Europa, den USA und Kanada gemessen. Erste Spuren von radioaktivem Jod-131 wurden in Proben von Regenwasser und Milch im Südosten Frankreichs gefunden.Lebensmittel in Europa, den USA und Kanada sind leicht verstrahlt. Berichten von Nachrichtenagenturen zufolge meldete das unabhängige französische Forschungsinstitut zur Messung von Radioaktivität “CRIIRAD” erste Spuren von radioaktivem Jod-131 in Proben von Regenwasser und Milch im Südosten Frankreichs.
Es zeigte sich eine leichte Strahlung von 8,5 Becquerel. Zum Vergleich: Die EU hat wie Japan 500 Becquerel pro Kilo als Grenzwert für Lebensmittel angegeben, die mit radioaktivem Jod-131 oder Cäsium-134 verunreinigt sein könnten.
Noch seien die Strahlenmengen extrem niedrig. “CRIIRAD” warnt jedoch, dass die Belastung von Luft und Wasser in den nächsten Wochen auf mehre hundert oder auf tausend Becquerel pro Quadratmeter ansteigen könnte – je nach den Wetterbedingungen. Es gebe aber keinen Grund zur Panik, betonte “CRIIRAD” laut der “taz”. Niemand müsse Jodtabletten einnehmen. 

Dienstag, 12. April 2011

Fischindustrie kontrolliert Radioaktivität

Hamburg (dpa) - Die deutsche Fischindustrie will im Pazifik gefangene Ware frühzeitig auf Radioaktivität untersuchen lassen. Der angelandete Fisch soll schon im Hafen untersucht werden.

Neben den staatlichen Grenzeingangskontrollen würden die Unternehmen Kontakte zu ihren Lieferanten im Pazifik nutzen, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Fischindustrie und des Fischhandels, Matthias Keller, am Montag (4. April) in Hamburg.

Zusätzlich werden Stichproben bei der Rohwarenkontrolle vor der Verarbeitung beziehungsweise dem Handel in Deutschland erfolgen, um sicherzustellen, dass nur gesundheitlich unbedenkliche Fische verwendet werden", sagte Keller. Was im März im Pazifik gefangen wurde, wird nach Kellers Angaben erst im Juni in Deutschland ankommen. Bis die fertigen Produkte in den Geschäften liegen, vergehe weitere Zeit.

Die Unternehmen der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels haben als Reaktion auf den Reaktorunfall in Japan ihre vorhandenen Vorräte auf Radioaktivität untersuchen lassen. "Sowohl bei Alaska-Seelachs aus dem Nordwestpazifik und Nordostpazifik als auch bei weiteren Fischereierzeugnissen wie Wildlachs aus dem Pazifik wurden weder Cäsium 134 noch Cäsium 137 nachgewiesen", erklärte Keller. Diese Ware wurde vor dem Erdbeben gefangen. Die Ergebnisse seien als Referenzwert wichtig. "Alle angebotenen Fischereierzeugnisse aus diesen Fanggebieten können ohne Sorgen verzehrt werden."

Keller berichtete von aktuellen Auswertungen russischer Forschungseinrichtungen, nach denen zurzeit keine Erhöhung der Radioaktivität in den untersuchten Meeresgebieten festgestellt werden kann. Keller sagte, die Behörden in den USA und Russland würden Fanggebiete sofort sperren, sollte eine radioaktive Belastung des Wassers gemessen werden.

BV Fischb